Endometriose: Symptome, Diagnose und mehr (2023)

Kurzübersicht

  • Symptome: Teils keinerlei Beschwerden, oft vor allem starke Perioden-Schmerzen, Unterleibs-Schmerzen auch unabhängig von der Menstruation, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Wasserlassen oder Stuhlgang, Erschöpfung, psychische Belastung, Unfruchtbarkeit
  • Diagnose: Anhand der Symptome (Anamnese), gynäkologische Untersuchung, Ultraschall (transvaginale Sonografie), Bauch-Spiegelung (Laparoskopie), Gewebe-Untersuchung, seltener weitere Untersuchungen wie Magnetresonanztomografie (MRT), Blasen- oder Darm-Spiegelung
  • Behandlung: Medikamente (Schmerzmittel, Hormon-Präparate), Operation meist minimal-invasiv mittels Laparoskopie; unterstützend manchmal auch psychosomatische Betreuung sowie alternative Methoden wie Entspannungs-Techniken, Akupunktur etc.
  • Ursachen: Unbekannt, aber es gibt verschiedene Theorien; Störungen des Immunsystems sowie genetische und hormonelle Faktoren spielen vermutlich eine Rolle
  • Verlauf und Prognose: Verläuft meist chronisch und sehr unterschiedlich, Endometriose-Herde bilden sich sowohl spontan zurück und breiten sich auch weiter aus; Therapie lindert in der Regel die Beschwerden, oft kommt es zu Rückfällen, abklingen der Beschwerden mit Eintritt in die Wechseljahre
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Was ist Endometriose?

Bei der Endometriose treten gebärmutterschleimhaut-artige Zellverbände aus außerhalb der Gebärmutterhöhle auf. Diese Zellinseln bezeichnen Ärzte als Endometriose-Herde. Je nach Lage unterscheiden sie drei große Gruppen von Endometriose:

  • Endometriosis genitalis interna: Endometriose-Herde innerhalb der Muskelschicht der Gebärmutterwand (Myometrium). Mediziner sprechen hierbei von Adenomyose (Adenomyosis uteri). Auch Herde im Eileiter zählen zu dieser Gruppe.
  • Endometriosis genitalis externa: Häufigste Erkrankungsform. Endometriose-Herde im Genitalbereich (im kleinen Becken), aber außerhalb der Gebärmutter. Zum Beispiel in den Eierstöcken, auf den Haltebändern der Gebärmutter oder im Douglas-Raum (Vertiefung zwischen Gebärmutter und Enddarm).
  • Endometriosis extragenitalis: Endometriose-Herde (außerhalb des kleinen Beckens) zum Beispiel im Darm (Endometriose-Darm), in der Blase, in den Harnleitern oder – ganz selten – in der Lunge, im Gehirn, in der Milz oder im Skelett.
Endometriose: Symptome, Diagnose und mehr (1)

Die Endometriose-Herde sind abhängig vom Hormon Östrogen und verhalten sich wie die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) innerhalb der Gebärmutterhöhle: Sie bauen sich im Rahmen des Menstruationszyklus abwechselnd auf und ab bzw. werden wieder abgestoßen (mit einer kleinen Blutung).

Die Zellreste und das Blut lassen sich aber nicht – wie bei der regulären Schleimhaut in der Gebärmutterhöhle – über die Scheide ausscheiden. Trotzdem ist es dem Körper manchmal problemlos möglich, die Endometriose-Herde unbemerkt über das umliegende Gewebe aufzunehmen und abzubauen.

In vielen Fällen aber führen die Gewebereste und das Blut der Endometriose-Herde zu Entzündungen und Verklebungen oder Verwachsungen, die mehr oder weniger starke Schmerzen auslösen. Außerdem bilden sich mitunter sogenannte Schokoladen-Zysten (Endometriome) aus, etwa an den Eierstöcken.

Woher stammt die Bezeichnung "Schokoladen-Zysten"? Zysten sind flüssigkeitsgefüllte Hohlräume. Bei Endometriose-Betroffenen sind diese Hohlräume mit altem, geronnenem Blut gefüllt und erscheinen dadurch bräunlich.

Endometriose: Häufigkeit

Endometriose gilt als weit verbreitet. Es gibt aber keine verlässlichen Angaben zur genauen Häufigkeit – zumal die Endometriose-Herde in vielen Fällen keinerlei Beschwerden verursachen und so oft unentdeckt bleiben. Am häufigsten tritt die Endometriose bei Frauen im Alter zwischen 35 und 45 Jahren auf, nach der Menopause (Wechseljahren) bildet sich die Erkrankung oft wieder zurück.

Da die Endometriose in vielen Fällen unauffällig verläuft und zudem für Ärzte auch schwierig festzustellen ist, dauert es meist sehr lange (mehrere Jahre) bis es zur Diagnose kommt.

Denn einen einfachen Test oder Selbst-Test zur Diagnose der Endometriose gibt es bisher nicht. Aktuell ist der Standard eine Gewebe-Untersuchung, die Ärzte über eine Bauch-Spiegelung (Laparoskopie) gewinnen, um den Verdacht auf Endometriose sicherzustellen.

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Was sind die Symptome?

Die zerstreuten Zellverbände von Gebärmutterschleimhaut verursachen bei betroffenen Frauen oft mehr oder weniger starke Symptome. Endometriose bleibt unter Umständen aber auch gänzlich ohne Beschwerden. Die wichtigsten Symptome, die bei Endometriose mitunter auftreten sowie mögliche Folgen der Erkrankung, sind:

Starke Regelschmerzen: Kurz vor und während der Menstruation fallen die Schmerzen und Krämpfe oft besonders heftig aus. Mediziner sprechen dann von Dysmenorrhoe. Vor allem Endometriose-Herde in der Muskulatur der Gebärmutter verursachen starke Schmerzen. Bei manchen Frauen sind die Regelschmerzen so massiv, dass sie arbeitsunfähig sind und starke Schmerzmittel benötigen.

Sonstige Unterleibsschmerzen: Mehr oder weniger starke Schmerzen an verschiedenen Stellen im Unterleib auch unabhängig von der Regelblutung, teils mit Ausstrahlung in den Rücken oder in die Beine. Ursache dafür sind beispielsweise Verwachsungen zwischen verschiedenen Organen im Unterleib, etwa zwischen Eierstock, Darm und Gebärmutter. Manchmal führt dies auch zu anhaltenden Schmerzen. Zudem setzen Endometriose-Herde in manchen Fällen Entzündungsstoffe frei, die das Gewebe zusätzlich reizen und Schmerzen verursachen.

Schmerzenbeim Geschlechtsverkehr: Häufig treten während oder nach dem Sex Schmerzen auf (Dyspareunie). Betroffene Frauen beschreiben sie oft als brennend oder krampfartig. Ursache sind oft Endometriose-Herde auf den elastischen Haltebändern, die sich beim Geschlechtsverkehr wie üblich verschieben. Betroffene verzichten aufgrund der manchmal sehr starken Beschwerden komplett auf Sex. Dies führt wiederum häufig zu Problemen in der Partnerschaft.

Schmerzen beim Wasserlassen oder Stuhlgang: Seltener sind Schmerzen beim Wasserlassen sowie Völlegefühl und Schmerzen beim Stuhlgang. Verursacher sind hier Endometriose-Herde, die in der Blase beziehungsweise im Darm sitzen. Manchmal treten zyklusabhängig auch Blut-Beimengungen im Urin beziehungsweise Stuhl auf. Endometriose im Darm führt in manchen Fällen auch zu Verdauungs-Störungen, auch ein aufgeblähter Bauch gehört zu den möglichen Symptomen.

Müdigkeit und Erschöpfung: Da starke und/oder häufige Endometriose-Symptome auf Dauer körperlich sehr belastend sind, kommt es bei manchen Betroffenen folglich auch zu allgemeiner Erschöpfung und Müdigkeit.

Psychische Belastung: Neben einer körperlichen Belastung bedeutet Endometriose nicht selten auch eine psychische Belastung. Viele betroffene Frauen leiden seelisch unter den starken oder häufigen Schmerzen. Das gilt besonders dann, wenn unzählige Arztbesuche nötig sind, bevor die Ursache der Beschwerden feststeht – was leider sehr oft passiert.

(Video) Endometriose: Diagnose und Behandlung im Klinikum Nürnberg

Das Ausmaß der Beschwerden steht nicht im konkreten Zusammenhang mit dem Krankheitsstadium der Endometriose. Es ist durchaus möglich, dass zum Beispiel Frauen mit wenigen oder kleinen Endometriose-Herden stärkere Schmerzen haben als Patientinnen mit vielen oder großen Herden.

Unfruchtbarkeit: Für viele Frauen mit Endometriose ist eine Schwangerschaft oft nicht möglich. Der genaue Grund dafür ist unbekannt. Es gibt aber Hinweise, dass möglicherweise die Eizell-Entwicklung und die frühe Embryonal-Entwicklung bei den Patientinnen gestört sind.

Mehr über Ursachen und Behandlung einer ungewollten Kinderlosigkeit bei Endometriose sowie verschiedenen Behandlungs-Möglichkeiten lesen Sie im Beitrag .

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Wie lässt sich Endometriose testen?

Bei Verdacht auf eine Endometriose ist es wichtig, dass Betroffene zum Frauenarzt (Gynäkologen) gehen. Dieser erhebt zuerst in einem ausführlichen Gespräch die Krankengeschichte (Anamnese). Bei diesem erfragt er unter anderem folgende Aspekte:

  • Welche Symptome (starke Regelschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr etc.) treten auf?
  • Wie lange bestehen diese schon?
  • Beeinträchtigen sie das Alltagsleben und eine eventuelle Partnerschaft?
  • Gibt es vielleicht bereits einen Fall von Endometriose im familiären Umfeld (etwa bei der Mutter oder Schwester)?

Oft verursacht eine Endometriose gar keine Beschwerden und der Arzt entdeckt sie (wenn überhaupt) nur zufällig. Beispielsweise wenn sich eine Frau wegen ungewollter Kinderlosigkeit genauer untersuchen lässt.

Der nächste Schritt ist eine gynäkologische Untersuchung. Dazu gehört, dass der Arzt die Bauchdecke, die Scheide, den Muttermund und Enddarm abtastet. Hinweise auf eine Endometriose geben hier unter anderem:

  • Schmerzen
  • Verhärtungen
  • Verwachsungen

Wertvolle Informationen gewinnt der Arzt auch aus Ultraschall-Untersuchungen über die Bauchdecke und über die Scheide (transvaginale Sonografie). Es lassen sich damit oftmals größere Endometriose-Herde sowie Zysten und Verwachsungen erkennen.

Der Ultraschall über die Scheide ist besonders geeignet, um Zysten der Eierstöcke nachzuweisen. Auch bei Verdacht auf Endometriose-Herde in der muskulären Gebärmutterwand (Adenomyose) ist der transvaginale Ultraschall notwendig.

Bestimmte Blutwerte oder einen validierten Test, der speziell auf eine Endometriose hinweist und durch eine einfache Blut-Untersuchung feststellbar wäre, gibt es aktuell noch nicht für die Diagnose dieser Erkrankung.

Vermutet der Arzt einen Endometriose-Befall der Harnwege, untersucht er auch die Nieren mittels Ultraschall: Falls die Endometriose-Herde die Harnleiter verengen, ist es nämlich möglich, dass der Urin sich in die Niere zurückstaut und das Organ Schaden nimmt.

Bei Verdacht auf eine Endometriose entnimmt der Arzt in der Regel auch eine Gewebeprobe verdächtiger Stellen und lässt sie im Labor feingeweblich (histologisch) untersuchen. Die Proben-Entnahme erfolgt meist über eine Bauch-Spiegelung (Laparoskopie). Die Gewebe-Untersuchung zeigt, ob es sich tatsächlich um eine Endometriose handelt oder vielleicht um eine andere (eventuell bösartige) Erkrankung.

In einzelnen Fällen sind auch weitere Untersuchungen sinnvoll. Beispielsweise bringen bei einem vermuteten Befall der Blase oder des Enddarms eine Blasen-Spiegelung (Zystoskopie) beziehungsweise eine Enddarm-Spiegelung (Kolo-/Rektoskopie) Klarheit. In selteneren Fällen kommen neben dem Ultraschall andere bildgebende Verfahren wie eine Magnetresonanztomografie (MRT) zur Anwendung.

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Wie lässt sich Endometriose behandeln?

Die Endometriose-Therapie hängt immer vom Ausmaß der Beschwerden ab. Eine zufällig festgestellte Endometriose, die keine Probleme bereitet, ist nicht zwingend behandlungsbedürftig. Situationen, bei denen eine Behandlung aber ratsam ist, sind:

  • Anhaltende Schmerzen
  • Unerfüllter Kinderwunsch
  • Eine durch Endometriose-Herde bedingte Störung einer Organfunktion (wie Eierstock, Harnleiter, Darm)

Ärzte behandeln die Endometriose operativ und/oder medikamentös. Wie die Endometriose-Behandlung im Einzelfall aussieht, hängt von mehreren Faktoren ab. Neben dem Ausmaß der Beschwerden spielen die Lage der Endometriose-Herde und das Alter der Frau eine Rolle. Außerdem berücksichtigt der Arzt bei der Therapie-Planung, ob die Patientin noch Kinder bekommen möchte oder nicht.

Zusätzlich sind bei Endometriose auch unter Umständen psychosomatische Therapie-Verfahren sehr sinnvoll: Emotionale Probleme und psychosoziale Belastungen verstärken bei manchen Betroffenen die Schmerzen oder sie entstehen durch die Erkrankung beziehungsweise deren Entstehung wird durch Endometriose zumindest begünstigt. In manchen Fällen kommt es zum Teufelskreis, der die Lebensqualität der Patientin erheblich einschränkt.

Eine frühzeitige Unterstützung und Beratung etwa durch einen Psychologen, Schmerz-Therapeuten oder Sexual-Berater wirkt psychosomatischen Beschwerden unter Umständen entgegen.

Grundsätzlich gibt es spezielle Zentren für die Behandlung der Endometriose sowie Gynäkologen, die sich auf diese Erkrankung spezialisiert haben. Mehr Informationen dazu finden Sie hier: https://www.endometriose-sef.de/patienteninformationen/endometriosezentren

Medikamentöse Endometriose-Behandlung

Es gibt verschiedene Medikamente zur Behandlung der Endometriose, die unterschiedliche Zwecke erfüllen: Schmerzmittel dienen dazu, Schmerzen und Krämpfe im Unterleib zu lindern. Dagegen bremsen Hormon-Präparate das Wachstum der Endometriose-Herde.

Schmerzmittel

Viele Endometriose-Patientinnen nehmen sogenannte nichtsteroidale Anti-Rheumatika (NSAR) wie Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen oder Diclofenac ein. Diese Wirkstoffe lindern nachweislich starke Regelschmerzen. Ob sie auch bei sonstigen Endometriose-Schmerzen wirksam sind, ist bislang nicht wissenschaftlich belegt.

(Video) PD Dr. med. Sara Imboden: Endometriose - Ursachen, Symptome und Behandlung

Mögliche Nebenwirkungen von NSAR sind zum Beispiel Magenbeschwerden, Übelkeit, Kopfschmerzen und eine Störung der Blutgerinnung. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Präparate ohne ärztliche Aufsicht nicht öfters oder über längere Zeit einzunehmen.

Hormon-Präparate

Eine hormonelle Endometriose-Behandlung eignet sich vor allem für Patientinnen, die keinen Kinderwunsch haben. Die verabreichten Hormone unterdrücken nämlich die Hormon-Produktion in den Eierstöcken und damit auch den Eisprung und die Regelblutung. Vor allem die Produktion von Östrogenen wird gehemmt. Weil die Endometriose-Herde östrogenabhängig sind, bewirkt die Hormon-Therapie sozusagen eine "Ruhigstellung".

Durch die Hormone lassen die Beschwerden nach. Bislang ist unklar, ob die Hormon-Behandlung möglicherweise auch eine Rückbildung der Endometriose-Herde bewirkt oder die Endometriose dadurch ganz verschwindet. Zur Anwendung kommen verschiedene Hormon-Präparate:

  1. Gestagene (Gelbkörper-Hormone)
  2. Bestimmte hormonelle Verhütungsmittel wie die "Pille" oder das Verhütungs-Pflaster
  3. GnRH-Analoga (Gonadotropin-Releasing-Hormon)

Gestagen-Präparate (Gelbkörper-Hormone) mit zum Beispiel dem Wirkstoff Dienogest stehen an erster Stelle der Hormon-Therapie der Endometriose. Sie schwächen die Endometriose-Schmerzen ab. Die Einnahme erfolgt in der Regel dauerhaft in Tablettenform.

Wenn die Schmerzen auch nach einer Endometriose-Operation anhalten, empfehlen Ärzte eventuell auch eine Gestagen-haltige Spirale (Hormonspirale mit Levonorgestrel) in die Gebärmutter einzusetzen. Manchmal ist das erfolgreicher gegen die Beschwerden als die Operation allein.

Mögliche Nebenwirkungen von Gestagenen sind zum Beispiel:

  • Gewichtszunahme
  • Zwischenblutungen
  • Kopfschmerzen
  • Stimmungs-Schwankungen
  • Vermindertes sexuelles Interesse (Libidoverlust)

Manchmal empfiehlt der Arzt Endometriose-Patientinnen bestimmte hormonelle Verhütungsmittel wie die "Pille" oder das Verhütungs-Pflaster. Es gibt einige "Pillen"-Präparate, die durchgehend (ohne Pause) einzunehmen sind. Dies hat bei der Endometriose den Vorteil, dass so die bei manchen Betroffenen sehr schmerzhaften Entzugsblutung (nach Beendigung eines Einnahme-Zyklus/einer Pillen-Packung) entfällt.

Da die "Pille" offiziell jedoch nicht zur Behandlung der Endometriose zugelassen ist, sondern eigentlich "nur" zur hormonellen Verhütung, handelt es sich bei der Verschreibung um einen sogenannten "Off-Label-Use".

Weitere Hormon-Präparate zur Endometriose-Therapie sind sogenannte GnRH-Analoga. Sie lindern ebenso wie hormonelle Verhütungsmittel die Endometriose-Symptome. GnRH-Analoga blockieren im Gehirn Bereiche, die unter anderem für die Östrogen-Produktion verantwortlich sind. Allerdings haben sie stärkere Nebenwirkungen, ähnlich häufigen Beschwerden der Wechseljahre, wie:

  • Stimmungs-Schwankungen
  • Hitzewallungen
  • Schlafstörungen
  • Scheidentrockenheit

Außerdem ist es möglich, dass GnRH-Analoga bei längerer Anwendung die Knochendichte verringern. In der Regel verordnen Ärzte dann auch zusätzlich weitere Medikamente (Add-Back-Therapie), um diese Nebenwirkung zu minimieren.

In der Regel verordnen Ärzte diese hormonelle Endometriose-Behandlung etwa für drei bis sechs Monate, je nach Verträglichkeit und wenn keine weiteren Aspekte dagegen sprechen auch länger. Ausnahme sind die GnRH-Analoga. Diese sind ohne zusätzliche Medikamente, die die Nebenwirkungen abschwächen, nicht länger als sechs Monate einzunehmen.

Operative Endometriose-Behandlung

Wenn die Hormon-Therapie bei der Endometriose-Behandlung nicht anspricht, schwere Beschwerden und/oder Unfruchtbarkeit verursacht, raten Ärzte in der Regel zu einer Operation.

Auch bei "Schokoladen-Zysten" der Eierstöcke lässt sich ein Eingriff meist nicht vermeiden (eine alleinige Hormon-Behandlung reicht hier nicht aus). Das Gleiche gilt, wenn die Endometriose den Darm oder die Blase befallen hat und die Funktion dieser Organe stört.

Wenn die Endometriose tief in das Gewebe anderer Organe (wie Scheide, Blase, Darm) eingewachsen ist, empfehlen Ärzte die Operation in einer Klinik durchführen zu lassen, die viel Erfahrung mit solchen Eingriffen hat.

Ziel einer Operation bei Endometriose ist es, die versprengten Gebärmutterschleimhaut-Inseln möglichst komplett zu entfernen. Ärzte entfernen die Endometriose-Herde mittels Laser, elektrischem Strom oder Skalpell. Manchmal ist es dabei auch nötig, einen Teil der befallenen Organe zu entfernen.

Der Eingriff erfolgt meist im Rahmen einer Bauch-Spiegelung (Laparoskopie). Seltener ist ein großer Bauch-Schnitt (Laparotomie) notwendig.

Wenn die Endometriose sehr schwere Beschwerden verursacht, andere Behandlungen nicht helfen und kein Kinderwunsch besteht, entscheiden sich manche Frauen für eine komplette Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie). In manchen Fällen ist es auch notwendig die Eierstöcke zu entfernen, diese die Haupt-Produktionsstätte der Östrogene sind.

Das Entfernen der Eierstöcke versetzt die Patientin aber schlagartig in die Wechseljahre. Aus diesem Grund besprechen Ärzte mit betroffenen Frauen vorab ausführlich die Vor- und Nachteile dieses Eingriffs. Da Endometriose ein sehr vielfältiges Krankheitsbild zeigt, ist der Austausch zwischen Patientinnen und Ärzten in Bezug auf die individuellen Therapie-Maßnahmen und -Möglichkeiten maßgeblich.

  • „Sprechen Sie Ihren Arzt aktiv auf Endometriose an“

    Drei Fragen an

    Endometriose: Symptome, Diagnose und mehr (2)

    Dr. med.Thomas Füger,
    Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

  • 1

    Warum ist die Diagnose bei Endometriose so schwierig?

    (Video) Was ist Endometriose? Das Chamäleon der Gynäkologie - Alles über Ursachen, Symptome & Therapie

    Endometriose: Symptome, Diagnose und mehr (3)

    Dr. med.Thomas Füger

    Die Diagnose ist eigentlich leicht, aber viele Ärzte denken selbst bei typischen Beschwerden nicht daran. Dabei besteht bei jeder Frau, die unter starken Schmerzen bei der Regelblutung leidet, Endometriose-Verdacht. Viele behandeln das aber einfach mit Schmerzmitteln oder Hormon-Verhütungsmitteln. Im Schnitt vergehen 7 bis 8 Jahre vom Beginn der Beschwerden bis zu ihrer Behandlung. Sprechen Sie deshalb im Zweifel Ihren Frauenarzt direkt auf Endometriose an!

  • 2

    Ist es schwer, den ursächlichen Herd zu finden?

    Endometriose: Symptome, Diagnose und mehr (4)

    Dr. med.Thomas Füger

    Nicht für einen erfahrenen Endometriose-Experten. Befindet sich die Endometriose an den Eierstöcken oder der Gebärmutter, reicht der Ultraschall zur Diagnose. Für alles andere muss man eine Bauchspiegelung machen. Das erschreckt viele erst einmal. Aber bei einer Bauchspiegelung wird der Endometriose-Herd auch gleich entfernt. Sie ist also Diagnose und – die einzig mögliche –Therapie in einem.

  • 3

    Ist man geheilt, wenn das Gewebe einmal entfernt ist?

    Endometriose: Symptome, Diagnose und mehr (5)

    Leider nein. Endometriose ist eine chronische Erkrankung. Das heißt, solange die Frau einen Zyklus hat, kann die Endometriose wiederkommen. Das Risiko nach einer OP liegt bei 30 bis 40 Prozent. Ich empfehle betroffenen Frauen nach der OP eine Hormontherapie gegen das Wiederauftreten. Und: Grundsätzlich bringt eine Entfernung des Gewebes erst einmal große Linderung der Schmerzen - und in vielen Fällen ist es anschließend auch mit dem Kinderkriegen deutlich leichter.

  • Endometriose: Symptome, Diagnose und mehr (6)

    Dr. med.Thomas Füger,
    Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

    Ärztlicher Leiter des Zentrums für Minimal Invasive Chirurgie (MIC) am Englischen Garten und der klinischen Endometriosezentrums der Frauenklinik Dr. Geisenhofer in München.

Medikamente plus Operation

Manchmal raten Ärzte zu einer kombinierten medikamentösen und operativen Endometriose-Behandlung: Die Patientinnen erhalten vor und/oder nach einer Bauch-Spiegelung Hormon-Präparate.

(Video) Endometriose – Ursachen, Diagnose und Behandlung einer häufigen Erkrankung

  • Die hormonelle Vorbehandlung hat das Ziel die Endometriose-Herde zu verkleinern.
  • Nach der Operation versuchen Ärzte mit der Gabe von Hormonen verbliebene Endometriose-Herde ruhigzustellen und die Bildung neuer Herde zu verhindern.

Endometriose: Weitere Therapie-Möglichkeiten

Manche Frauen mit Endometriose nutzen alternative oder komplementäre Heilmethoden gegen ihre Beschwerden. Die Palette reicht von Heilpflanzen und Homöopathie über Akupunktur, Entspannungs- und Bewegungs-Techniken (wie Yoga oder Tai-Chi) sowie psychologischem Schmerzbewältigungs-Training bis hin zu chiropraktischen Behandlungen und TENS (Transkutane elektrische Nerven-Stimulation).

Bei einigen Betroffenen scheint eine Lebensstil-Änderung wie mehr Bewegung oder Stress-Abbau bei der Linderung der Beschwerden zu helfen. Manchmal lassen sich Endometriose-Schmerzen auch mit Wärme-Anwendungen reduzieren. Etwa in Form einer Wärmflasche, einer Wärmepackung oder als warmes Bad. Wärme wirkt grundsätzlich beruhigend, entspannend und krampflösend.

Bei manchen Betroffenen können alternative Heilmethoden in einigen Fällen das Beschwerdebild und die Lebensqualität möglicherweise verbessern, diese Methoden haben jedoch ihre Grenzen. Zudem fehlt meist der wissenschaftliche Nachweis einer Wirksamkeit bei diesen Methoden. Verbessern sich die Beschwerden nicht oder verschlimmern sie sich sogar, ist dringend ein Arzt aufzusuchen.

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Wie entsteht Endometriose?

Warum und wie genau die Endometriose entsteht, ist unbekannt. Es gibt aber verschiedene Theorien dazu:

  • Implantations- oder Transplantations-Theorie: Über den Blutkreislauf oder über eine "umgekehrte "(retrograde) Menstruation – also über einen Rückfluss von Menstruationsblut über die Eileiter in den Bauchraum – gelangen Zellen der Gebärmutterschleimhaut von der Gebärmutterhöhle an andere Stellen des Körpers.
  • Metaplasie-Theorie: Die Schleimhautzellen der Endometriose-Herde entstehen direkt an Ort und Stelle (etwa in den Eierstöcken). Aus unbekannten Gründen entwickeln sie sich aus Zellen vor Ort, die während der Entwicklung im Mutterleib aus der gleichen embryonalen Zelllinie hervorgegangen sind wie die Gebärmutterschleimhautzellen.

Endometriose bei Männern? In sehr seltenen Fällen sprechen Ärzte auch vom Vorkommen von Endometrium ähnlichem Gewebe bei Männern, welches ursprünglich embryonalen Zellen entstammt. Dies wäre mit der Metaplasie-Theorie erklärbar.

Ärzte und Wissenschaftler diskutieren noch weitere Faktoren, die möglicherweise zur Entstehung der Endometriose beitragen. Zum Beispiel:

  • Fehlfunktion des Immunsystems: Normalerweise sorgt das Immunsystem dafür, dass Zellen sich nicht an anderen Körperstellen ansiedeln. Im Blut mancher Patientinnen lassen sich Antikörper gegen Gebärmutterschleimhaut nachweisen, die um die Endometriose-Herde Entzündungen auslösen. Ob dies Ursache oder Folge der Krankheit ist, ist noch ungeklärt.
  • Genetische Faktoren: Manchmal tritt die Erkrankung bei mehreren Frauen innerhalb einer Familie auf. Es gibt aber keine Hinweise darauf, dass Endometriose direkt vererbbar ist.
  • Hormonelle Faktoren: Endometriose kommt fast ausschließlich bei Frauen (nach der Pubertät) vor und ist östrogen-abhängig.

Risikofaktoren

Ebenso wie die Ursache der Endometriose nicht bekannt ist, sind auch ihre Risikofaktoren schwer zu fassen. Forscher haben aber Faktoren bei an Endometriose erkrankten Frauen festgestellt. Häufig gab es folgende Gemeinsamkeiten:

  • Zyklusdauer von oder unter 27 Tagen
  • Eine bestimmte Dauer der Periodenblutung
  • Eine bestimmte Anzahl von Schwangerschaften und Fehlgeburten

Andere mögliche Risikofaktoren wie Ernährung, Rauchen, Alter bei der ersten Monatsblutung, Körpergewicht (BMI) oder Pillen-Einnahme sind hingegen nicht eindeutig nachweisbar.

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Wie verläuft Endometriose?

Die Endometriose verläuft in der Regel chronisch und wiederkehrend. Wie sie sich im Einzelfall entwickelt, lässt sich nicht vorhersagen.

Bei manchen Frauen bilden sich die Endometriose-Herde ohne Behandlung spontan zurück. Bei anderen schreitet die Erkrankung fort: Die versprengten Schleimhaut-Inseln wachsen stetig und breiten sich manchmal bis in andere Organe aus. Dadurch sind in manchen Fällen wiederholte Operationen notwendig. Mit der richtigen Therapie lassen sich die Beschwerden einer Endometriose aber in den meisten Fällen lindern.

Allerdings kehren die Beschwerden auch nach dem Absetzen der Medikamente nach einer erfolgreichen Hormon-Behandlung der Endometriose relativ oft zurück. Dies gilt auch bei einer operativen Behandlung.

Mit dem Beginn der Wechseljahre kommt es bei den meisten Frauen zu einer Verbesserung der Endometriose-Beschwerden.

Endometriose und Krebs-Risiko

Endometriose ist eine gutartige Erkrankung und geht nicht mit einem allgemein erhöhten Krebs-Risiko einher. In ganz seltenen Fällen ist es möglich, dass sich auf dem Boden einer Endometriose ein bösartiger Tumor entwickelt (meist Eierstock-Krebs). Außerdem hat man beobachtet, dass Endometriose manchmal im Zusammenhang mit verschiedenen Krebs-Erkrankungen auftritt. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom)
  • Darmkrebs (kolorektales Karzinom)
  • Non-Hodgkin-Lymphome (Formen von Lymphdrüsen-Krebs)
  • Brustkrebs (Mamma-Karzinom)

Welche Bedeutung diese Beobachtung hat, ist jedoch noch nicht klar.

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Weiterführende Informationen

Bücher:

  • Endometriose: Ganzheitlich verstehen und behandeln (Rat + Hilfe), Ewald Becher und Adolf Schindler, Kohlhammer W., GmbH, 2022
  • So leben wir mit Endometriose – Der Alltag mit der chronischen Unterleibserkrankung: Begleitbuch für betroffene Frauen, ihre Familien und medizinische Ansprechpartner, Kathrin Steinberger, edition riedenburg, 2013

Leitlinie:

Selbsthilfe:

FAQs

How is endometriosis diagnosed? ›

How is endometriosis diagnosed? At present, laparoscopy is the only way to diagnose endometriosis correctly. Laparoscopy is an operation, performed under a general anaesthetic, in which a thin telescopic tube with a light (a laparoscope) is inserted into the abdomen through a cut in the belly button.

Can you live a normal life with endometriosis? ›

You can eat healthily, do yoga, make lifestyle changes and still have a flare-up or other medical conditions that are linked with endo—that is the unpredictability of this condition.” “My diagnosis with stage 4 endometriosis was confirmed via laparoscopy surgery in 2018, but I knew I had it when I was 14.

Is endometriosis a serious condition? ›

It is a chronic disease associated with severe, life-impacting pain during periods, sexual intercourse, bowel movements and/or urination, chronic pelvic pain, abdominal bloating, nausea, fatigue, and sometimes depression, anxiety, and infertility.

What is the main cause of endometriosis? ›

Retrograde menstrual flow is the most likely cause of endometriosis. Some of the tissue shed during the period flows through the fallopian tube into other areas of the body, such as the pelvis. Genetic factors. Because endometriosis runs in families, it may be inherited in the genes.

Where is endometriosis pain? ›

Endometriosis most commonly occurs in the lower abdomen or pelvis, but it can appear anywhere in the body. Symptoms of endometriosis include lower abdominal pain, pain with menstrual periods, pain with sexual intercourse, and difficulty getting pregnant.

When do endometriosis symptoms start? ›

The symptoms of endometriosis can begin in early adolescence, or show up later in adulthood (6). Symptoms may occur at all times, or may be cyclical. Cyclical symptoms come and go around the same time each menstrual cycle, often occurring around the same time as menstruation.

Can blood tests show endometriosis? ›

CA125 Test This is a blood test that checks levels of a blood protein known as CA125, which is a tumor marker for certain gynecological cancers, but is also used to detect a specific protein found in the blood of women who have endometriosis.

Can I self diagnose endometriosis? ›

Diagnosing endometriosis can be difficult, especially when you have few if any symptoms. You cannot safely self-diagnose it; the symptoms make the condition easy to mistake for other types of health disorders such as irritable bowel syndrome or ovarian cysts.

Who is at risk for endometriosis? ›

Factors that May Increase the Risk of Endometriosis

Have a mother, sister, or daughter with endometriosis. Started their periods at an early age (before age 11) Have short monthly cycles (less than 27 days) Have heavy menstrual periods that last more than 7 days.

What should I avoid if I have endometriosis? ›

“Women with endometriosis should avoid fatty foods, such as red meat and [high-fat] dairy foods that may be high in PCBs and dioxins, to reduce their exposure to these estrogenic pesticides,” adds Shepperson Mills. Use organic food whenever you can, or peel fruits and vegetables, she recommends.

What is the last stage of endometriosis? ›

Stage IV. Stage IV is the most severe stage of endometriosis, typically accruing over 40 points. 13 At this stage, a large number of cysts and severe adhesions are present. Small cysts on the back wall of the uterus and rectum may also be found at this stage.

What are the two main symptoms of endometriosis? ›

The most common signs of endometriosis are pain and infertility. Endometriosis pain typically presents as: Painful menstrual cramps that may go into the abdomen (stomach) or lower back. Pain during or after sex.

Can endometriosis be cancerous? ›

Although endometriosis has the potential to impact everyday life, it is not cancerous. While some studies have demonstrated an increase in risk of certain types of cancers in those with endometriosis, the increase in risk is not much higher than those who do not experience the condition.

What is the best medication for endometriosis? ›

Combined estrogen and progestin hormonal contraceptives are first-line therapy for endometriosis. These medicines help limit your periods so that endometrial cells don't have a chance to grow. This also reduces inflammation from endometriosis. The result is lighter periods and less pain.

What foods trigger endometriosis? ›

Research has found higher rates of endometriosis diagnoses among women who consume more trans fat. Trans fat is found predominately in fried, processed, and fast foods.
...
High-FODMAP foods.
  • alcohol.
  • caffeine.
  • gluten.
  • red meat.
  • saturated and trans fat.

Can endometriosis go away? ›

Endometriosis is very unlikely to go away on its own. Thankfully, treatment can radically reduce symptoms for many patients. We typically start with medications, such as non-steroidal anti-inflammatory drugs (NSAIDs) like ibuprofen, or birth control pills that control hormonal fluctuations in the body.

Can endometriosis come from stress? ›

Abstract. Clinical studies clearly indicate that endometriosis is a condition associated with high levels of chronic stress. The stress intensity correlates with pain severity and disease extension.

Does endometriosis make you tired? ›

Endometriosis can have a range of symptoms such as heavy and painful periods, discomfort during and after intercourse and infertility. However, the condition can also cause abdominal bloating and general fatigue which are very common and often overlooked.

Can endometriosis cause pain everyday? ›

The pain that some people with endometriosis experience is not cyclic. Instead, some people with endometriosis have constant pain, regardless of where they are in their menstrual cycle. People can have endometriosis pain that is persistent and interrupts their ability to partake in their daily activities.

How is endometriosis removed? ›

One procedure used to treat endometriosis is laparoscopic surgery to remove scar tissue, endometriosis and cysts that build up as a result of endometriosis. During the procedure, a surgeon will insert a tube with a small camera on the end into a small incision in the abdomen to find and remove the endometriosis.

What happens if you have endometriosis? ›

Over time, the endometrial-like tissue that grows outside of your uterus can cause cysts, adhesions and scar tissue. This can cause you to experience long-term (chronic) pain — especially during menstrual periods. Many people with endometriosis may also have difficulties getting pregnant.

How long can you have endometriosis without knowing? ›

On average, women in the United States will suffer from endometriosis for 10 years before receiving a proper diagnosis. Endometriosis affects one in 10 women, and many women who report chronic pelvic pain are found to have it.

Can endometriosis be seen on ultrasound? ›

Can endometriosis be seen on an ultrasound? Ultrasounds can show large clumps of tissue that are likely signs of endometriosis. Ultrasounds are also very good at identifying endometriosis of the ovaries. But ultrasounds can't show tiny pieces of tissue that may also be signs of endometriosis.

What scan will show endometriosis? ›

Ultrasound scans including transabdominal, transvaginal, and transrectal imaging are the most common imaging tests for endometriosis along with MRI. An MRI uses radio waves in combination with a strong magnetic field to generate clear images inside the body. It can show your doctor where you have endometriosis.

Can a urine test detect endometriosis? ›

An accurate urine test could lead to the diagnosis of endometriosis without the need for surgery; or it could reduce the need for diagnostic surgery, so only women who were most likely to have endometriosis would require it.

Why do doctors not diagnose endometriosis? ›

By definition, endometriosis is “endometrial-like tissue” growing outside of the uterus. So removing the uterus isn't going to get rid of symptoms. The normalisation of pain surrounding menstruation and the myths associated with endometriosis make it so much more difficult for people to be diagnosed swiftly.

How is silent endometriosis diagnosed? ›

How can doctors diagnose unexplained infertility due to silent endometriosis? Laparoscopy deep excision surgery followed by histological evaluation of a biopsy sample is the only way to confirm the presence of endometriosis.

What does the start of endometriosis feel like? ›

Pelvic or belly pain.

It might start before your period and last several days. It can feel sharp and stabbing, and medication usually won't help. Some women say it feels like their insides are being pulled down. They have a gnawing or throbbing feeling that can be severe.

Can you check for endometriosis without surgery? ›

Surgery is the gold standard for endometriosis diagnosis. Unfortunately, there is no easy blood or imaging test that can reliably detect endometriosis. While some conditions, like diabetes,can easily be detected with a simple blood sample, there's not a reliable non-invasive way to diagnose endometriosis.

Where is endometriosis most commonly found? ›

The common sites of endometriosis are the ovaries, fallopian tubes, pelvic peritoneum, and uterosacral ligaments (USL) (alternatively called the "pelvic" site), whereas the atypical sites of endometriosis include the gastrointestinal tract, urinary tract, soft tissues, and chest (alternatively called the "extra-pelvic" ...

Does sugar cause endometriosis? ›

Sugar also blocks your production of anti-inflammatory prostaglandins, actively encouraging the inflammatory nature of endometriosis. In addition, sugar increases fat, which increases oestrogen production.

What vitamin helps endometriosis? ›

Vitamin Bs & B6

Vitamin Bs are commonly prescribed and self-prescribed for female hormonal conditions such as endometriosis. Vitamin B6 (also known as pyridoxine) in particular is often promoted for women's health generally and specifically for endometriosis.

Is Egg good for endometriosis? ›

Eggs. Eggs make for an excellent source of vegetarian protein. They are especially beneficial to women on an endometriosis diet because they contain plenty of omega-3 fatty acids — which, as we've already mentioned, helps decrease cramping due to endometriosis.

What foods get rid of endometriosis? ›

Omega-3 fats can calm inflammation from endometriosis. Good food sources of omega-3s include: Fatty fish, such as salmon, sardines and tuna. Nuts and seeds, like walnuts, chia seeds and flaxseed.
...
They're found in:
  • Avocadoes.
  • Nuts and seeds.
  • Olive oil.
  • Peanut butter.
  • Safflower oil.
28 Jan 2022

Can endometriosis spread to the brain? ›

In summary, endometriosis of the brain is a rare condition that can occur without cyclical symptoms related to menstruation. This ex- ample in the cerebellum has features bearing remarkable similarity to MRI appearances of pelvic endometriomas.

How do I know if my endometriosis is severe? ›

The classification also uses a point system to try to quantify endometriotic lesions . This point system allows for a way to numerically scale the disease. A score of 15 or less indicates minimal or mild disease. A score of 16 or higher may indicate moderate or severe disease.

How fast does endometriosis grow? ›

How quickly can endometriosis grow back after surgery? For many women, the signs of returning endometriosis after hysterectomy or another procedure will appear about two to five years following surgery.

What is the first stage of endometriosis? ›

Stage 1 or minimal: There a few small implants or small wounds or lesions. They may be found on your organs or the tissue lining your pelvis or abdomen. There's little to no scar tissue. Stage 2 or mild: There are more implants than in stage 1.

When should I worry about my endometriosis? ›

Symptoms of endometriosis

pain in your lower tummy or back (pelvic pain) – usually worse during your period. period pain that stops you doing your normal activities. pain during or after sex. pain when peeing or pooing during your period.

Can endometriosis spread to other organs? ›

But if you have endometriosis, endometrial tissue grows outside your uterus. Nearby reproductive organs are often affected. Endometrial tissue can grow on or around your ovaries and your fallopian tubes. Tissue growth can spread to other organs in your pelvis, even if they're not related to reproduction.

Can endometriosis affect your eyes? ›

Women in the deep endometriosis group had a statistically significant excess of blue eyes and a reduced proportion of brown eyes compared with the two control groups (P = 0.002 and P < 0.001, respectively).

How can I control endometriosis without pills? ›

First of all, when you exercise, your body releases feel good hormones (called endorphins) which act as natural pain killers. This can help reduce pain caused by endometriosis. Second, exercising improves circulation and blood flow, which can help killer cramps. Finally, regular exercise may help lower estrogen levels.

What is the permanent cure for endometriosis? ›

There's no cure for endometriosis and it can be difficult to treat. Treatment aims to ease symptoms so the condition does not interfere with your daily life. Treatment can be given to: relieve pain.

What is the new treatment for endometriosis? ›

Nanotechnology could help treat endometriosis, locating and removing painful, dangerous lesions in the ovaries, fallopian tubes and pelvis without invasive surgery, researchers from Oregon Health & Science University and Oregon State University found.

› health › endometriosis ›

Endometriosis is a disorder in which tissue similar to the lining of your uterus grows outside of your uterine cavity. The lining of your uterus is called the e...
Advertisement · Pelvic exam. During a pelvic exam, your doctor manually feels (palpates) areas in your pelvis for abnormalities, such as cysts on your re...
Endometriosis is a painful condition where the tissue that normally lines the uterus grows outside of the uterine cavity. This displaced endometrial tissue lead...

What can be mistaken for endometriosis? ›

These are the eight conditions that endometriosis is often mistaken for.
  • Bladder Infection. ...
  • Pelvic Inflammatory Disease (PID) ...
  • Irritable Bowel Syndrome (IBS) ...
  • Sciatica. ...
  • Uterine Fibroids. ...
  • Polycystic Ovary Syndrome (PCOS) ...
  • Interstitial Cystitis (IC) ...
  • Pelvic Floor Dysfunction.
27 Aug 2018

What does the start of endometriosis feel like? ›

Pelvic or belly pain.

It might start before your period and last several days. It can feel sharp and stabbing, and medication usually won't help. Some women say it feels like their insides are being pulled down. They have a gnawing or throbbing feeling that can be severe.

Can you check yourself for endometriosis? ›

Diagnosing endometriosis can be difficult, especially when you have few if any symptoms. You cannot safely self-diagnose it; the symptoms make the condition easy to mistake for other types of health disorders such as irritable bowel syndrome or ovarian cysts.

What are the two main symptoms of endometriosis? ›

The most common signs of endometriosis are pain and infertility. Endometriosis pain typically presents as: Painful menstrual cramps that may go into the abdomen (stomach) or lower back. Pain during or after sex.

What is like endometriosis but not? ›

Adenomyosis and endometriosis are disorders that involve endometrial tissue. Both conditions can be painful. Adenomyosis is more likely to cause heavy menstrual bleeding. The difference between these conditions is where the endometrial tissue grows.

Does endometriosis hurt everyday? ›

The pain that some people with endometriosis experience is not cyclic. Instead, some people with endometriosis have constant pain, regardless of where they are in their menstrual cycle. People can have endometriosis pain that is persistent and interrupts their ability to partake in their daily activities.

Is endometriosis visible on xray? ›

Plain film radiography, computed tomography (CT) scanning, and barium studies are not sensitive for the diagnosis of endometriosis. Moreover, the appearance of implants and endometriomas is nonspecific. US scanning and MRI are not sensitive for superficial lesions.

What age do you show signs of endometriosis? ›

This causes inflammation, pain, and the formation of scar tissue. Endometriosis can affect women across all ethnic backgrounds and at any age, but it most commonly affects women during their reproductive years between the ages of 25 and 35.

What is the best medication for endometriosis? ›

Combined estrogen and progestin hormonal contraceptives are first-line therapy for endometriosis. These medicines help limit your periods so that endometrial cells don't have a chance to grow. This also reduces inflammation from endometriosis. The result is lighter periods and less pain.

Can endometriosis go away? ›

Endometriosis is very unlikely to go away on its own. Thankfully, treatment can radically reduce symptoms for many patients. We typically start with medications, such as non-steroidal anti-inflammatory drugs (NSAIDs) like ibuprofen, or birth control pills that control hormonal fluctuations in the body.

What happens if endometriosis is left untreated? ›

If left untreated, endometriosis can progress and become severe, which can lead to other conditions such as infertility. Endometriosis can also increase your risk of certain cancers. Keep reading to learn how to recognize the symptoms, as well as tips for relief until you're able to get a diagnosis.

What does a gynecologist do for endometriosis? ›

Your gynecologist can diagnose endometriosis. During a clinic visit, your doctor will take a full medical history, evaluate your symptoms and perform a pelvic exam. The pelvic exam can help your doctor examine your reproductive organs for any abnormalities such as cysts or scars.

Who is at risk for endometriosis? ›

Factors that May Increase the Risk of Endometriosis

Have a mother, sister, or daughter with endometriosis. Started their periods at an early age (before age 11) Have short monthly cycles (less than 27 days) Have heavy menstrual periods that last more than 7 days.

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Author: Dan Stracke

Last Updated: 02/28/2023

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